Blühende Resteverwertung

Geistesgegenwärtig, wie ich war, habe ich die Stoffkreise, die beim Ausschneiden von Volants übrig bleiben, aufgehoben. Mit einer passenden Knopf sowie Nadel und Faden lässt sich daraus noch eine kleine Blüte machen.

When cutting the valance for my skirt I kept the circles left in the middle. Together with a matching button as well as thread and needle I made a small blossom of it.



Den Hut habe ich aus dem kleinen Hutgeschäft Burghoff-Wegener auf der Unteren Königsstraße (Kassel).

The hat I bought at a tiny shop here in Kassel.


Weihnachtsmann

Ich wünsche allen ein schönes und beschauliches Weihnachtsfest mit einem ganz fleißigen Weihnachtsmann.

Einen ganz kleinen Weihnachtsmann habe ich hier schon mal für euch:


Den hat Ori als Probestück aus Buchenholz geschnitzt.



Noch mehr Nadeln

Weil schon ein paar der Nadeln weitergewandert sind hat Ori nachproduziert. Die drei hellen, grünlichen Nadeln sind aus dem Holz eines Chinesischen Glockenbaumes (Paulownia tomentosa) geschnitzt. Der Baum meiner Eltern hatte einen Frostschaden und musste gefällt werden. Da das Holz ein interessante Maserung zeigt, habe ich ein paar Scheite vor dem Ofen gerettet. Mal sehen ob man daraus auch noch etwas anderes als Nadeln herstellen kann. Wenn das Holz geölt ist, bekommt es einen grünlich goldenen Farbton.


Und hier noch ein weiteres Schnitzstück. Ich glaube aus Kirschholz.




Geflochtene Ohrringe

Meine Kreativität hat sich anscheinend in den Winterschlaf zurückgezogen. Allerdings muss ich trotzdem meine Hände beschäftigt halten. Also fange ich an cRAW-Flechtsachen zu machen. Diesmal als Ohrringe.


Nikolausfahrt

Nach Wochen der Geheimniskrämerei, des Nähfrustes, der Zweifel, Last-Minute-Einkäufe und geheimer Telephonate war es letzten Sonntag endlich so weit: Ori's Geburtstag.

Alles, was er im Vornherein wusste, war, dass es in Steampunk-Gewandung mit ein paar Leuten irgendwo hingeht. Das ließ sich nicht verbergen. Schließlich hieß es die Gewandung der Witterung anzupassen bzw. für Ori noch etwas zu nähen.

Sonntag morgen hat er dann das kleine Zusatzgeschenk bekommen aber schon wissen, wo es denn hingeht, wollte er noch nicht. Da ich zu mir selbst etwas von "...Fahrkarten..." gemurmelt hatte und wir die Tram in Richtung Wilhelmshöher Bahnhof nahmen, dachte er schon, dass wir mit dem Zug fahren. Entsprechend irritiert war er denn auch als wir schon einige Stationen früher ausstiegen und durch die alte Kaserne stapften. Schon bald kam jedoch der Museumszug Hessencourrier in Sicht.


Dort war denn auch unsere kleine Gruppe vollzählig. Und was macht der Steampunk, wenn grad Zeit ist und eine Dampflok zur Verfügung? - Richtig! Photos.






Das Spiel dann nochmal beim Einsteigen...

Foto: De Schnidder

Die freundliche Handreichung hat auch nicht geholfen.
Lange Röcke sind nur was für Fortgeschrittene.
Foto: Chrrik
Foto: De Schnidder
... und wenn die Plätze bezogen sind. Zu diesem Zeitpunkt hatte die erste Camera schon keinen Strom mehr wegen der ganzen Knipserei.

Dann ging es auch schon los in Richtung Naumburg. Wir sind Holzklasse gefahren - im wahrsten Wortsinn. Ein deutlicher Unterschied für einen verwöhnten ICE-Fahrer wie mich. Dank der Erschütterungen war an weitere Photos nicht zu denken. Unterhaltungen mussten ob der Geräuschkulisse mit Nachdruck geführt werden.

Foto: De Schnidder

Und hin und wieder kam von den Kindern im Abteil die fordernde Frage: "Wann kommt den endlich der Nikolaus?!"

Foto: Chrrik

Foto: De Schnidder
Damit war es dann soweit als wir gerade aus dem Buffetwagen zurückkehrten. Da kam der Nikolaus in Begleitung eines Engels aus dem Tannenwald. Mit den Geschenken sollte es allerdings noch dauern. Denn schon kurz darauf erreichten wir den Bahnhof in Naumburg. 

Von dort aus ging es auf den kleinen, gemütlichen Weihnachtsmarkt. Da gab es heißen Caipirinha - meiner Meinung nach eine geniale Idee und echt lecker.

Foto: O. Hartmann
Dann gab es noch eine kleine Kutschfahrt vorbei an ganz vielen Fachwerkhäusern. Naumburg hat davon so einige und ich liebe Fachwerk!

Foto: Chrrik

Foto: Chrrik
Irgendwann war es dann Zeit für den Rückweg und da kam dann auch endlich - kurz vor der Einfahrt in Kassel - der Nikolaus und hat den Kindern Geschenke gebracht.

1884 Wash Overskirt

Ich brauchte endlich mal was ordentliches über den Pariser Hintern. Beim Stöbern in den Schnittmusterkatalogen fiel mir denn der Wash Overskirt von 1884 (Truly Victorian TV362) ins Auge. 


Und weil ich immer gerne auf Nummer sicher gehe, habe ich für den ersten Versuch einen günstigen Stoff genommen - fragt mich bitte nicht was das für einer ist! Ich glaube ein Baumwollgemisch. Auffällig war nach dem ersten Waschen, dass sich die weißen Streifen, die ich für Waschmittelreste hielt, nicht ausbürsten lassen. Anscheinend ist das verwendete Garn nicht durchgefärbt, so dass schon bei etwas Abrieb weiße Stellen entstehen. Für einen gewissen Shabby Chic gar nicht mal schlecht.

I needed an overskirt and stumbled over the 1884 wash overskirt pattern from Truly Vicorian (TV362). I started with a rather cheap fabric and found out why it was so cheap - the yarn isn't completely dyed. With only little abrasion you get white marks. For a shabby chic style it's quite nice. 




In den Seitenteilen sind Tunnel eingearbeitet um durch Raffung die Schürze in Falten legen zu können - funktioniert bei dem recht steifen Stoff allerdings nicht so gut.

The fabric is rather stiff so the apron doesn't wrinkle so nicely.


Der Hinterteil wird eigentlich nur an einer Stelle mit einer Knopfkonstruktion hochgebunden. Der Effekt, der sich damit erzielen lässt, ist in der Realität bei weitem nicht so schön anzusehen, wie auf dem Schnittmuster gezeigt. Also anhand der sehr hilfreichen Erklärung von Jen Rosbruch "How to make an 1870s bustle skirt" noch weitere Bänder ein gefügt. Allerdings ohne Knöpfe, so dass es nur noch ein Überrock ist. Der nächste kriegt dann tatsächlich Knöpfe.

The bustle was only gathered at one site with a button but this didn't looked so nice and definitely not like the picture on the pattern. So I added two more tapes to have much more volume on the bustle. I used the instructions from Jen Rosbruch "How to make an 1870s bustle skirt". In this case I didn't used buttons but sew the fabric to the tapes so it's now only an overskirt. The next one will be buttoned.

Nadelig

Wie gesagt, herrscht bei mir grade kreative Pause - so zu sagen wegen Überfüllung geschlossen - deshalb kommt was kleines von Ori. Der hat angefangen aus Holzresten Nadeln herzustellen. Robuste Nadeln mit großem Öhr, wo auch dicke Wolle durchpasst. Ideal fürs Faden vernähen  bei Stricksachen oder für's Naalbinding.




Irgendwann wurden die Holzreste knorriger und die Nadeln ... ich nenn' es mal kreativ.


Dann ist er komplett zu Spiralfromen...


und abstrakten Gebilden übergegangen.


Funkstille


Sorry, dass bei mir im Moment Funkstille herrscht. 

Leider ist geht es bei mir derzeit etwas chaotisch zu und das wird wohl auch noch ein bis zwei Wochen anhalten. Dadurch habe ich keine Zeit zum Perlen oder Basteln. Habe zwar was genäht, bin aber noch nicht abschließend zufrieden.


Dafür läuft es auf Arbeit grad recht gut.

Neue Lieblingsfarbe

Ich habe eine neue Lieblings-Perlenfarbe. Und zwar die R2008 bzw. DB0327 von Miyuki. Von der Farbe her am ehesten als türkis-irisierend metallic-matt zu beschreiben.

Zuerst habe ich damit natürlich meine Trinoqs ausprobiert - die eigenen sich immer gut neue Farbkombis zu testen.


Dann landeten zufällig die R2008 mit Swarovski Bicones der Farbe Erenite und einigen Silberperlen in der Restekiste und ich danke nur: Wow, das ist es! Also etwas rumgetüftelt und da kam dann dieser noch namenlose Anhänger bei rum:




Làfainne in Chains


Nachdem ich in den letzten Wochen ja das schwarz-weiße Làfainne-Set vorgestellt habe kommt nun das eigentliche Ursprungswerk. Denn tatsächlich fing es mit diesem Halsband an - nur leider waren zwischendurch die Superduos alle. Und der Nachschub lies auf sich warten.


Weiterhin ist zur Làfainne-Familie noch ein Armband in Jet-Hematit/Silber dazugekommen, dass im Moment als Anschauungsmaterial in der Perlensucht hängt, wo am 22.11.2013 auch der Kurs stattfindet.

Ballonglühen


In letzter Zeit sind für verschiedene Leute Ballon-Ohrringe in verschiedenster Ausführung entstanden. Um die Leinen zu stabilisieren wurde dort noch dünner Messingdraht eingezogen.



Anleitung - transparenter Rand mit GIMP

Für das Titelbild meiner Anleitungen wollte ich eine Photographie des jeweiligen Schmuckstückes verwenden, die zum Rand hin transparent wird. Ich habe lange das Internet nach einer Anleitung dafür durchwühlt, aber nicht das gefunden, was ich suchte. Allerdings war es mir möglich, mit den Brocken, die ich gefunden habe, mein Ziel zu erreichen. Wie ich dahin gekommen bin, möchte ich gern weitergeben.

Vorweg: Ich arbeite mit Inkscape 0.48 und GIMP 2.8.4. Beide Programme sind Freeware.

Die Lösung meines Problems besteht kurz gesagt darin ein Bild meines Transparenzverlaufs in die Ebenenmaske einzufügen. Wem diese Zusammenfassung nix sagt, einfach der Schritt-für-Schritt-Anleitung folgen.

Nun brauche ich erst einmal einen Transparenzverlauf. Man kann sich merken: Alles was schwarz ist wird später transparent. Demzufolge bleibt alles Weiße erhalten und die Graustufen dazwischen entsprechen verschiedenen Graden von Transparenz. Wenn das Bild also nach außen transparent werden soll, braucht man einen Rahmen der Innen weiß ist und langsam nach Außen hin schwarz wird. Den erstelle ich mit Inkscape. Von einem grundlegenden Verständnis dieses Programmes gehe ich jetzt einfach mal aus.

Als Grundlage kommt ein schwarzes Viereck. Dieses sollte idealerweise die Abmessungen des Bildes haben.


Um später eine möglichst große weiße Fläche im Zentrum zu erhalten und einen gleichmäßigen Übergang zu erzeugen habe ich drei weiße Vierecke konzentrisch zum schwarzen eingefügt.


Nun gibt es unter "Füllung und Kontur" die tolle Einstellung "Unschärfe". Das äußerste Viereck kriegt hier einen hohen Wert um die 40% zugewiesen. Vorsicht dass außen noch etwas Schwarz übrig bleibt, sonst gibt es später eine unschöne Kante.


Das mittlere Viereck erhält einen Unschärfe-Wert um die 25%,


und das innere etwa 5%.


Das schwarze Viereck markieren und als Bitmap exportieren (dauert etwas, das Häkchen bei "Alle außer Ausgewählte verstecken" deaktivieren).

Nun das Bild, welches transparent werden soll, mit GIMP öffnen.


und den Rahmen als Ebene öffnen. Eventuell die Ebene skalieren und damit auf die Größe des Bildes anpassen.


Nun die Rahmen-Ebene anwählen, alles auswählen,

"Auswahl" > "Alles"

und kopieren.

"Bearbeiten" > "Kopieren"


Bild-Ebene anwählen.


Und sich fleißig durch die Menüs klicken:

"Ebene" > "Transparenz" > "Alphakanal hinzufügen"

"Ebene" > "Maske" > "Ebenenmaske hinzufügen"

"Alphakanal der Ebene"

"Ebene" > "Maske" > "Ebenenmaske bearbeiten" Häkchen muss gesetzt sein

"Ebene" > "Maske" > "Ebenenmaske anzeigen" Häkchen setzten

"Bearbeiten" > "Einfügen"

schwebende Auswahl verankern (Ankerzeichen)

"Ebene" > "Maske" > "Ebenenmaske anwenden"
Jetzt nur noch die Rahmen-Ebene auf unsichtbar schalten.

Et violà!


Mit diesem Vorgehen lassen sich alle möglichen Bilder als Transparenzverläufe einfügen. Interessant z.B. für Wasserzeichen oder Ähnliches.