Kleeblatt mit Tautropfen

Etwas sehr spät für den St. Patrick Day, aber dieses Kleeblatt war auch eigentlich ein Zufall. Eventuell erkennt ihr ja Farben und Perlen wieder.


Ja, das gute Stück war Anschauungsbeispiel für den Beitrag über das Einarbeiten von Perlen bei der Schiffchenarbeit. Auch für eine noch kommende Anleitung stand es Modell. Mir haben allerdings die Farben so gut gefallen, da habe ich es fertig gemacht.

Schiffchenocchi: Ringe mit Perlenzentrum

Wie versprochen: Die Anleitung wie man beim Occhi Perlen in die Ringe setzt.

Für Schiffchen gibt es dazu bereits eine Anleitung von Yarnplayer, die sich allerdings auf selbstschließende Scheinringe bezieht. Hier zeige ich euch die Variante für normale Ringe.

Man arbeitet erst eine Ringhälfte. Wie viele Doppelknoten das sind, hängt natürlich der Perle ab. Für eine 8mm Rundperle sind es 10DK, bei einer 4mm böhmischen reichen 6 DK.

Die Perle wird nun auf den Ringfaden gezogen. Dabei bildet sich eine Schlaufe, durch die das Schiffchen geführt wird.


Nadelocchi: Ringe mit Perlenkern

Wie versprochen: Die Anleitung wie man beim Occhi Perlen in die Ringe setzt.

Man arbeitet erst eine Ringhälfte. Wie viele Doppelknoten das sind, hängt natürlich der Perle ab. Für eine 8mm Rundperle sind es 10DK, bei einer 4mm böhmischen reichen 6 DK.

Die Perle wird nun auf den Nadelfaden gezogen. Dabei bildet sich eine Schlaufe, die um die Nadel gelegt wird.


Blinkende Äuglein - Occhi mit Perlen

Hoffentlich habt ihr seit letzter Woche fleißig geübt, denn jetzt kommt die nächste Stufe: Das Einarbeiten von Perlen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:
  • Picots mit Perlen
  • Ringe mit Perlen füllen

Wie man die Perlen auf das Garn bekommt

Erste Hürde ist dabei natürlich: Wie kriegt man die kleinen Perlchen auf das dicke Garn? Entweder hat man eine Nadel, auf die die Perlen passen, oder eine, durch die sich das Garn fädeln lässt.
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Weißt du keinen Rat - nimm Draht!
Remington Brass
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Eicheln für die Ohren


Diese süßen kleinen Ohrringe sind das Ergebnis meines ersten Versuches Occhi mit Perlen zu füllen. Natürlich hat das, was ich vorhatte nicht funktioniert. Aber mit dem Ausgang bin ich trotzdem zufrieden. Irgendwie sehen sie aus wie Eicheln, oder?

Schiffchen & Nadel - Verschiedene Occhi-Techniken

Kommen wir nun zum praktischen Teil: Wie funktioniert Occhi?

Darauf gibt es keine einfache Antwort. Bereits während der Geschichtsstunde dürfte klar geworden sein, dass es nicht das eine Occhi gibt. Optisch unterscheiden sie sich zwar kaum, doch gibt es mehrere grundverschiedene Techniken. Am bekanntesten sind Schiffchen- und Nadelocchi.

Occhi Triskele

Hier haben wir einen meiner ersten Occhi-Versuche. Eigentlich sollte es der quadratische Anhänger von diesem Lesezeichen werden. Aber ihr seht, es ist ein Dreieck geworden. Da habe ich mich wohl drastisch verzählt.


Dass hier nie ein rechter Winkel zustande kommt, wurde in der zweiten Ecke klar. Da war das Triskele in der Mitte dann recht naheliegend, wenn auch etwas fisselig.


Bei Nummer zwei in orange habe ich ein paar Knoten weggelassen, damit die Kanten glatter werden. In der Zwischenzeit musste ich allerdings feststellen, dass ich das Anschlingen falsch gemacht habe. Bei Gelegenheit also nochmal das ganze in richtig.

Viktorianische Spitze - Geschichte des Occhi

Im ersten Teil der Occhi-Serie geht es also um die Geschichte, die Herkunft der Technik. Wie erwähnt sind Knoten Grundbestandteil des Occhi.

Knoten sind ubiquitär und uralt. Deswegen lässt sich der Ursprung des Occhi nur schwer bestimmen. Viele verorten die Anfänge in China. Andere behaupten es gäbe Funde in ägyptischen Gräbern, bleiben allerdings der Quellen schuldig. Dann war es ein italienischer Seemann, dem auf Fahrt langweilig wurde.

Sicher ist, dass das Knoten im 18. Jahrhundert beim Adel beliebt wurde. Entsprechend waren die Schiffchen aus edlem Material; Elfenbein, Schildkrötpanzer. Im Grünen Gewölbe im Dresdner Schloss finden sich auch Schiffchen aus Bernstein. Mit solchen Prachtstücken ließ die Dame von Stand sich auch gern Porträtieren.

Frivole Spitze

Versuchen wir etwas Neues. Sowohl was Handarbeiten angeht als auch blogtechnisch. In den kommenden Wochen wird es hier auf Zeitunschaerfe vorrangig um eines gehen:
Occhi
Frivolité
Schiffchenspitze
Chiacchierino
Tatting

So viele Namen für ein und dasselbe. Und keiner beschreibt die Sache im engeren Sinne.

Am nächsten kommt noch der Begriff Schiffchenspitze. Spitze, die mit einem Schiffchen hergestellt wird. Im »Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-Lexicon« von 1715 steht zum Schiffchen:

Schifflein zum Knötgen, «Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-Lexicon», Gottlieb Siegmund Corvinus, 1715 

Da stoßen wir erneut auf einen wesentlichen Begriff: Knoten.
Es geht ums Knoten, bzw. das Aufreihen von Knoten. Die Reihen lassen sich zu Kreisen - oder "Augen" - schließen
Occhi - italinisch

Mit Augen und Bögen werden Ornamente aufgebaut. Decken, Borten, lauter “unnützes Zeug".
frivolité - französisch

Und darum wird es in nächster Zeit gehen. Lasst uns über Occhi "plaudern"!
chiacchierio - italienisch

Im ersten Teil der Serie zeige ich euch, wo Occhi herkommt, wann es entstand und sich weiterentwickelte. So vie sei verraten: Die Lieblingszeit das Steampunks spielt eine große Rolle.

I. Viktorianische Spitze - Geschichte des Occhi
Spitzenborte aus " Tatting, Edging and Insertion" von Mlle Riego, 1861
Danach wird es praktisch. Zu Occhi gibt es nicht nur viele Namen sondern auch viele Techniken. Die wichtigsten möchte ich euch vorstellen und Vor- und Nachteile aufzeigen.


Im letzten Teil kommen dann wieder Perlen ins Spiel. Aber auch andere Dinge lassen sich in die Schiffchenspitze integrieren.
III. Blinkende Äuglein - Occhi mit Perlen

In der Zwischenzeit werde ich ein paar Kleinigkeiten mit Occhi zeigen. Wer so lange nicht warten möchte, kann sich schon einmal auf meiner Pinterest-Board zum Thema inspirieren lassen.

Aether-Energiesteine


Es ist mir eine Ehre Ihnen exklusiv die neueste Errungenschaft der Aether-Nanotechnologie zu präsentieren:

Nutzen Sie die Kraft des Aethers ohne gräuliche Nebenwirkungen fürchten zu müssen. Schmerzende Glieder, Haarausfall, allgemeines Unwohlsein oder schwache Konstitution - mit Aether-Energiesteinen ist Ihnen geholfen.



Wer jetzt verwirrt drein schaut, der hat definitiv etwas verpasst. Und zwar Anja Bagus Aetherwelt-Romane.
Baden-Baden um das Jahr 1912. Aber die Geschichte, wie wir sie kennen, ist durch einen eigenartigen grünen Nebel verändert. Dieser Aether steigt seit der Jahrhunderwende aus den Gewässern auf. Er ist Segen und Fluch zugleich.
Hier kommt das Amt für Aetherangelegenheiten ins Spiel. Es widmet sich sowohl der Erforschung der eigentümlichen Substanz als auch der Kontrolle Veränderter.
Das Amt lebt und hat zum ersten Steampunk-Jahrmarkt in Bochum eine Tombola ausgerichtet. Preis eines Loses: Ein Mitbringsel für die Beamten. Die Aether-Energiesteine waren mein Beitrag.
Wer nicht da war kann hier und hier sehen, was er alles verpasst hat. Aber keine Angst, eine Fortsetzung im nächsten Jahr ist bereits in Planung.